Psychiatrisch-Psychologischer Dienst

Bereiche

Gefängnispsychiatrie

Die psychiatrische Grundversorgung inhaftierter Personen ist eine Kernaufgabe des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes. Zu diesem Zweck werden in den Untersuchungsgefängnissen und Vollzugseinrichtungen des Kantons sowie in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies psychiatrische Sprechstunden angeboten. Vorrangige Ziele sind die Behandlung von vorbestehenden psychiatrischen Erkrankungen sowie von haftbedingten psychischen Krisen.

Risiko- und Interventionsabklärungen

Der Bereich Risiko- und Interventionsabklärungen nimmt die Anmeldungen für gerichtlich angeordnete und freiwillige deliktorientierte Behandlungen entgegen und bereitet die Aufnahme der Behandlungen vor. Zu diesem Zweck erfolgt eine ausführliche Analyse der Ausgangssituation und des Risikos für weitere Straftaten. Nach Abschluss dieser Vorabklärungen erfolgt die Übergabe der Behandlung an die Bereiche Deliktpräventive Ambulante Therapien bzw. Stationäre Massnahmen.

Stationäre und Ambulante Behandlungen

Der Bereich Stationäre und Ambulante Massnahmen (SAB)
ist für die Durchführung von rückfallpräventiven deliktorientierten
Behandlungen im Rahmen gerichtlich angeordneter Massnahmen zuständig. Der
gesamte Arbeitsbereich ist geprägt durch die vier Grundprinzipien Qualitäts-,
Team-, Risiko- und Rezosialisierungsorientierung. Die fallbezogene Arbeit ist
in Qualitätszirkeln organisiert und orientiert sich am Konzept einer
sequentiellen rückfallpräventiven deliktorientierten Behandlung, die sowohl das
intramurale wie auch das extramurale Setting bedient.

Der Bereich SAB gliedert sich in die Abteilungen
Deliktpräventive Ambulante Therapien (DAT), in dem primär ambulante Massnahmen
nach Art. 63 StGB vollzogen werden und die Forensisch-Psychiatrische Abteilung
(FPA) in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies, in der milieutherapeutisch geprägte stationäre
Behandlungen gemäss Art. 59 StGB durchgeführt werden. Einen Schwerpunkt in der
Behandlung in beiden Abteilungen bildet die Therapie von Gewalt- und
Sexualstraftätern.

Der Bereich SAB ist zertifiziert nach ISO-Norm 9001.

Adoleszenten-Forensik

Für junge Straftäter ist der Bereich Adoleszenten-Forensik zuständig. Der Bereich verfügt im Massnahmenzentrum Uitikon über die Forensische Abteilung MZU und ist für die Vorabklärung, die legalprognostische Einschätzung und die therapeutische Behandlung Jugendlicher und junger Erwachsener im Alter von 16 bis 30 Jahren mit Massnahmen nach Art. 61 StGB, Art. 15 JStG in Verbindung mit Art. 16.3 JStG und Art. 25.2 zuständig.